Freitag, 17. Mai 2013

„Kimi he – Worte an dich“ / „Kimi he – Words to you“


Schon mal verliebt gewesen? Schon mal nicht gewusst, wie du dem Menschen, den du gerne hast, deine Gefühle gestehen sollst? Ja?! Schon mal einen Manga darüber gezeichnet?

„In den Augen, in denen sich der funkelnde, sommerliche Sternenhimmel spiegelt, liegt unser Glück.“ 

"Kimi he - Worte an dich" von Christina Plaka mit einem hübschen Pastell-Cover. Carlsen.
„Die Geschichte ‚Kimi he – Worte an dich’ basiert auf einer wahren Begebenheit und beschreibt die wahrscheinlich bis jetzt emotionalste Phase in meinem Leben. Für meine Gefühle gab es nur eine Antwort: dieses Buch zu zeichnen.“, sagt Manga-ka (Mangazeichnerin) Christina Plaka im Klappentext ihrer neuen Graphic-Novel. Schon nach den ersten Seiten der Lektüre des ungewöhnlichen Mangas begriff ich, was die Autorin damit meint.

Erzählt wird die autobiografische Geschichte von Christinas Zeit in Japan. Dort trifft die Studentin auf einen japanischen Pfarrerssohn für den sie nach und nach tiefere Gefühle entwickelt. "Verliebtheit" nennt Christina dieses Gefühl selbst allerdings nicht... Der Leser wird mitgenommen in die Anfangsphase einer scheinbar einseitigen "Liebe", erlebt wie sich Hoffnungen aufbauen, wieder zerstört werden und wie hilflos und unsicher die eigenen Gefühle einen Menschen machen können. Und hier setzt genau das ein, was das neue Werk von Plaka so sympathisch macht: Die ehrliche Schilderung der eigenen Gefühle, die so vermutlich jeder von uns schon einmal am eigenen Leib erfahren musste und ein “Hach, das kenne ich zu gut“- Gefühl auslösen. 

Das einzige wirklich "mangatypische" in "Kimi he" ist wohl das Mädchen mit der Strubbelfrisur und dem Pferdeschwanz.
In manga-untpypischer Optik, skizzenhaft mit Bleistift gezeichnet, mit viel weißem Freiraum und ohne Sprechblasen kommt „Kimi he – Worte an dich“ daher. Angesichts der dichten Atmosphäre und der spärlichen Schauplätze innerhalb der Geschichte erstaunt es wieder einmal, wie abwechslungsreich die Manga-ka ihre detailreichen Hintergründe und Settings darstellt. Die knapp 170 Seiten des edel und hochwertig gestalteten Buches lassen sich fix durchlesen und bieten kurzweilige Unterhaltung. Dass es sich bei diesem Buch um Christinas Abschlussarbeit ihres Manga – Masterkurses handelt, fasziniert und wirft die Frage auf, welche Note die Manga-ka wohl für dieses hübsche Werk erhielt. Und vor allem, ob sie ihre Worte, die sie in Form dieser Geschichte zum Ausdruck brachte, tatsächlich auch an ihren persönlichen Empfänger richtete.

Verstohlene Blicke, aussagekräftige Körpersprache und detaillierte Emotionen.
Christina Plaka gehört seit über zehn Jahren zu den Nr. 1 Mangazeichnern aus Deutschland und zweifelsohne zu den talentiertesten (ohne Übertreibung: wenn nicht sogar DIE talentierteste!). Kein Wunder also, dass sie sich als eine der wenigen Zeichnerinnen über so einen langen Zeitraum in dieser schwierigen Branche behaupten kann. Mit "Kimi he - Worte an dich" beweist Christina, ohne den geringsten Raum für Zweifel, warum die Verlage auch Jahre nach dem großen Manga-Boom noch Bücher von ihr veröffentlichen. 

Als Fan der allerersten Stunde - nämlich seit ihrem zweiten Platz beim Comics in Leipzig-Wettbewerb „Manga-Talente“- verfolge ich Christinas Karriere nun schon seit elf Jahren. Bei jeder Buchveröffentlichung bin ich jedes Mal aufs Neue fasziniert, mit welcher Hochwertigkeit und Professionalität ihr zeichnerisches Spektrum aufwartet. Auch wenn die letzten Bände ihrer Serie "Yonen Buzz" und ihr One-Shot "Herrscher aller Welten" mich storytechnisch nicht sehr begeisterten, ganz einfach weil sie nicht meinem Genre entsprechen, bleibe ich der talentierten Zeichnerin bis heute treu. Auf einer Signier-Stunde im Jahr 2007 ergab sich die Möglichkeit, Christina persönlich kennenzulernen. Bis heute halten wir sporadisch Kontakt, worüber ich mich sehr freue. Hier findet ihr einen Bericht auf meinem alten Blog über das Treffen damals.

Dani und Chris 2007 lieblich in Köln!
Wie sympathisch, herzlich, lebensfroh und vor allem lustig die junge Griechin im wahren Leben daher kommt, davon könnt ihr euch in ihren zahlreichen Youtube-Videos selbst überzeugen. Hier erzählt Christina von ihrer Zeit in Japan, gibt hilfreiche Zeichentipps für angehende Mangazeichner und sogar einen japanischen Sprachkurs. Es gibt wirklich wenige Youtuber, die so authentisch und herzlich erscheinen wie Chris. Schaut mal rein:

  Chris in ihrem Videotagebuch über "Kimi he".     

„Kimi he – Worte an dich“ lässt den Leser zwar mit einem offenen Ende zurück, lehrt diesen aber, offen zu seinen Gefühlen zu stehen und egal in welcher Form zum Ausdruck zu bringen, bevor man es vielleicht bereut. Denn nichts ist schlimmer als die Ungewissheit darüber, was wäre, wenn ich ihm/ihr meine Gefühle offen gestanden hätte...



 






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Have you ever been in love? Have you ever been in doubt about how to tell the one you like what you feel? Have you ever drawn a Manga about it?

„In the eyes in which the sparkling, summerly starfilled heaven is reflected, lies our fortune.“

"Kimi he - Words to you"(German) by Christina Plaka with a beautiful Pastel-Cover. Carlsen.
„The comic/manga „Kimi he – Words to you“ is based on a true story and describes the most emotional time in my life so far. For me there was just one way to deal with it – by drawing this book.“, says Manga-ka (Mangaartist) Christina Plaka on the back-cover of her new Graphic-Novel. Reading the first pages I suddenly realised what the author meant by saying that.

The autobiographic Manga tells the story of Christina’s time in Japan. She met a young Japanese she quickly fell in love with. The reader is taken to the beginning of a seemingly one side love and experiences how hopes develope, get crashed and how helpless and insecure our own feelings can make us. And this point is exactly what makes Plaka’s new work so wonderful: the honest description of her own feelings which probably everybody of us got to experience on his own and leading to a feeling of „I know exactly what you mean!“.

Probably the only "typical maga-thing in "Kimi he" might be the girl with the pigtail on the right.
„Kimi he“ presents itself with a manga-nontypical optic, sketchy drawings with a black crayon and without any speech-bubbles. Looking at the close atmosphere and the rarely changing places within the story, it’s amazing to see, how the Manga-ka manages to build such detailed backgrounds and settings nonetheless. The story with about 170 pages reads well and is very entertaining. You might become fascinated by the fact that this story is also the dissertation from Christina’s course of studies of „Manga“. This lead me to wonder about the evaluation the Manga-ka might have received for this beautiful peace of art. And I especially wonder, if her words from this well-drawn story are actually meant to reach the supposed one.

Stealthy gazes, significant body language and detailed emotions in "Kimi he".
For more than ten years now Christina Plaka belongs to nr. 1 Manga-Artists in Germany. Some of her work got translated into French and English, and without a doubt she belongs to the most talented artists in that genre. So it isn’t any wonder that she could compete for such a long time in this difficult department. As a fan from day one, starting from the time she won the second place in a huge Comic-Competition called „Manga-Talents“, I have been witnessing her growing career for more than eleven years now. With every new book I got more and more fascinated by her huge professionalism and talent. Back in 2007 at a book signing I got to know her in person, and until today we come together every now and then. I am really happy about that. Here you can read and see a post about the meeting back then on my old blog. (Only in German, sorry!)

Dani and Chris back in 2007 lovely in Cologne!
On her Youtube-channel you can see yourself, how wonderful, warm-hearted and funny the young Greek is in real life. In her videos she talks about her time in Japan, gives drawing-advice to young artists and a Japanese-language-course. (Only in German, sorry!) In my opinion there are not many Youtubers who manage to appear so authentically while remaining completely natural. And even if you don’t speak German, it is interesting to watch her drawing and painting! Have a look:

See Christina drawing in one of her tutorials.

„Kimi he – Words to you“ offers an open end but teaches the reader at the same time, to be honest about his own feelings and to better show them in whatever way he wants, before he might regret it. Because nothing makes you feel worse than the uncertainty about what could/might have been, if you hadn’t told him or her your true feelings...














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